Klimaschutz:
Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

Wer die Nachrichten verfolgt, erhält schon heute einen ersten Eindruck von den Bedrohungen durch den Klimawandel: Unwetter, Überschwemmungen, abschmelzende Pole und Gletscher, Hitzewellen, Dürren, Missernten und wachsende Migrantenströme gehören mittlerweile zum globalen Alltag. Symrise engagiert sich seit vielen Jahren für den Klimaschutz. Bis 2025 wollen wir unsere Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 2016 bezogen auf die Wertschöpfung mehr als halbieren. Bis 2030 haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, klimapositiv zu sein. Wir berichten transparent über unsere Maßnahmen zum Klimaschutz und den Zwischenstand unserer Anstrengungen. Zugleich behalten wir im Auge, welche Risiken und Chancen sich für Symrise aus dem Klimawandel ergeben und richten Strategie, Unternehmensplanung und Risikomanagement danach aus. Über den finan­ziellen Einfluss der Klimaveränderungen auf unser Unternehmen berichten wir unter anderem im Rahmen des CDP Climate Change und folgen den Empfehlungen der Task Force on Climate-­related Financial Disclosures (TCFD).

Symrise ist ein dynamisch wachsendes Unternehmen. Die Nachfrage nach unseren Produkten nimmt vor allem in den Schwellenländern mit steigendem Einkommen stark zu. Das Umsatzwachstum verursacht – ohne Gegenmaßnahmen – auch erhöhte Treibhausgas-Emissionen. Wir stehen also vor einer doppelten Herausforderung: die Auswirkungen des steigenden Produktabsatzes zu kompensieren und die Treibhausgas-Emissionen bezogen auf die Wertschöpfung zu reduzieren. Bisher ist unsere wissenschaftlich fundierte Klimastrategie für den Zeitraum 2016 bis 2025 im Plan. Die spezifischen Treibhaugas-Emissionen konnten wir von 317,2 Tonnen 2016 um 17 % auf 263,2 Tonnen/1 Mio. € Wertschöpfung im Jahr 2019 senken. Und auch die absoluten Treibhausgas-Emissionen nahmen von 2016 bis 2019 ab. Unsere eigenen Maßnahmen umfassen beispielsweise die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz an allen Produktionsstandorten und die weltweit vollständige Deckung unseres Strombedarfs durch Erzeugung aus erneuerbaren Quellen bis 2025. Zudem werden wir unsere Scope 1 Emissionen durch die Unterstützung hochwertiger zertifizierter Klimaschutzprojekte in aller Welt reduzieren. Darüber hinaus binden wir über das CDP Supply Chain Programm unsere wichtigsten Zulieferer in unsere Klimastrategie ein, indem wir sie auffordern, sich bis 2020 zu eigenen Klimazielen und Reduktionsmaßnahmen zu bekennen.

Der Klimawandel verändert aber auch die Rahmenbedin­gungen, unter denen Unternehmen tätig sind. Dabei stehen erheblichen Risiken ebenfalls eine Reihe von Chancen gegenüber. Symrise erfasst diese möglichen Effekte systematisch in seinem Risikomanagement und bezieht sie in die strategischen Überlegungen und in die Finanzplanung des Unternehmens mit ein. Ziel dieser auf den Empfehlungen der TCFD beruhenden Vorgehensweise ist, das Bewusstsein für die Risiken des Klimawandels zu schärfen, die Grundlage für ein frühzeitiges Gegensteuern zu schaffen und die Stakeholder – insbesondere Aktionäre, Investoren, Kreditgeber und die Finanzmärkte – transparent über den finanziellen Einfluss des Klimawandels auf das Unternehmen zu informieren.

Die derzeit für Symrise erkennbaren Risiken und Chancen des Klimawandels stellen sich auf Bruttorisikobasis – vor Gegenmaßnahmen – und in Bezug auf den geschätzten Effekt auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne Gewichtung nach Wahrscheinlichkeit wie folgt dar:

Symrise verfolgt ehrgeizige
Klimaschutz-Ziele: Klimapositiv ab 2030


Klimaschutz
Risiko Effekt
   
Aktuelle Regulierung ca. 0,1
Beispielsweise steigende Preise für CO2-Zertifikate für eigene Anlagen sowie indirekte Effekte über allgemein steigende Energiekosten Mio. €
 
 
Künftige Regulierung ca. 0,2
Beispielsweise Entfall der EEG-Umlage-Befreiung für eigene Anlagen Mio. €
 
 
Beschaffung ca. 6,9
Beispielsweise Verteuerung von Agrar-Rohstoffen durch Ernteausfälle aufgrund Wassermangels Mio. €
 
 
Reputation ca. 34,5
Beispielsweise Umsatzeinbußen durch Verfehlung von Nachhaltigkeitsanforderungen, die Kunden an Symrise stellen Mio. €
 
 
Akute physische Risiken ca. 2,8
Beispielsweise Störungen der Produktion durch einzelne Ereignisse wie Stürme, Überflutungen oder Erdrutsche Mio. €
 
 
Chronische physische Risiken ca. 2,8
Beispielsweise durch Anstieg des Meeresspiegels oder dauerhafte Hitzewellen und Dürren Mio. €
Chance Effekt
   
Energie ca. 0,4
Beispielsweise Ausbau einer eigenen effizienten und CO2-armen Energieerzeugung Mio. €
 
 
Nachfrage ca. 17,9
Beispielsweise durch den Temperaturanstieg verstärkte Nachfrage nach Symrise Produkten, z.B. in Sonnenschutzmitteln Mio. €
 
 
Nachfrage ca. 2,6
Beispielsweise verstärkte Nachfrage nach nachhaltig erzeugten Produkten, die Symrise besser als der Wettbewerb bedienen kann Mio. €
 
 
Kapitalmarkt n.a.
Beispielsweise verbesserter Zugang zu Kapitalgebern, die auf Nachhaltigkeit Wert legen