Wasser und Abwasser | 103-1, 103-2, 103-3

Managementansatz 2016 (Angabe 103-1, 103-2, 103-3)

In den nächsten Jahrzehnten wird Süßwasser als wichtige Ressource in vielen Regionen der Erde zur Mangelware werden. Sowohl aus Sicht der physischen Verfügbarkeit mit Blick auf unsere Lieferkette als auch aus Gründen zunehmender Regulierungen und der Bedeutung für die Unternehmensreputation ist dies ein Thema, für das wir im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse einen hohen gesellschaftlichen Wert identifizieren konnten.

Aktuell betreibt Symrise keine Standorte, die signifikante Wassermengen in Gegenden mit Wasserengpässen entnehmen. Nichtsdestotrotz tun wir alles, um die kostbare Ressource Wasser so effizient wie möglich zu nutzen und unser Abwasseraufkommen kontinuierlich zu reduzieren (siehe auch unsere Water Policy, GRI 303-1). Um Wasserrisiken frühzeitig zu erkennen und aktiv zu steuern, untersuchen wir auch unsere Lieferkette systematisch und stehen in regelmäßigem Austausch mit unseren Lieferanten. Im Berichtszeitraum konnte Symrise ebenfalls erneut im CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) Rating überzeugen. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise auch in diesem Jahr erneut zur Spitzengruppe. Bereits zum vierten Mal konnte die höchste Auszeichnung „A“ in der Kategorie Klima erreicht werden. Bis August 2017 war Symrise das einzige Unternehmen der Branche, dessen Klimastrategie von der Initiative Science Based Targets anerkannt wurde.

Auch in der Kategorie Wasser konnte im Berichtsjahr erstmals die Bestwertung „A“ im Wasserschutz-Rating und damit eine Position auf der begehrten A-Liste erreicht werden. Darüber hinaus erzielte Symrise auch in der Kategorie Waldschutz mit „A-“ ein gutes Ergebnis. Seit 2016 belegt Symrise im CDP-Rating damit Spitzenpositionen bei den Themen Klimawandel, Schutz von Wasser und Wald und unterstreicht damit seine Pionierleistungen auf diesen Gebieten.

2017 begannen wir mit dem CDP Supply Chain-Programm. Unsere Lieferanten mit dem höchsten Risikostatus wurden gebeten, dem CDP Supply Chain-Programm zu folgen. Da das 2017-Programm als Pilot betrachtet wurde, forderten wir die Lieferanten im Jahr 2019 analog zum Vorjahr erneut sowie mit gesteigerter Datenqualität und Detailinformationen zur Teilnahme auf. Im Vergleich zum Jahr 2017 hat sich die Anzahl der Rückläufe in der Kategorie Wasser im Berichtsjahr dabei von 13 auf 52 vervierfacht. Die Rücklaufrate beläuft sich damit im Jahr 2019 auf 45 %. Die Anzahl der Lieferanten, die berichten, dass wasserbezogene Fragen auf Vorstandsebene beaufsichtigt werden, hat sich im Jahr 2019 außerdem gegenüber 2017 verachtfacht. Die Zahl der Lieferanten, die Informationen zur Wasserentnahme melden, steigerte sich im selben Zeitraum um 10 % von 62 % im Jahr 2017 auf 72 % im Jahr 2019. Informationen zu ihrem Wasserkonsum stellten im Berichtsjahr bereits 66 % der Lieferanten zur Verfügung – im Jahr 2017 waren es noch 56 % gewesen. Die Anzahl der Lieferanten, die konkrete wasserbezogene Ziele berichten hat sich im Jahr 2019 außerdem gegenüber 2017 von 7 auf 28 vervierfacht.

In der Kategorie Wald des CDP Supply Chain-Programms verzeichnete Symrise im Berichtsjahr eine Rücklaufquote von 47 %. Für mehr Informationen zur Kategorie Wald, siehe Website des CDP zum Thema sowie die aktuellen CDP-Ergebnisse von Symrise in dieser Kategorie.

Die Gesamtmenge des von Symrise recycelten und wiederverwendeten Wassers war 2019 nicht erwähnenswert.