Energie | 103-1, 103-2, 103-3

Managementansatz 2016 (Angabe 103-1, 103-2, 103-3)

Für die Herstellung unserer Produkte benötigen wir, so wie auch unsere Lieferanten, eine ausreichende Energieversorgung, die mit entsprechenden CO2-Emissionen verbunden ist. Vor dem Hintergrund des Klimawandels fühlen wir uns verpflichtet, unsere Energieversorgung immer effizienter zu gestalten, um das Risiko steigender Energiekosten sowie unsere CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren und klimabezogene Reputationsrisiken im Lichte zunehmender Stakeholdererwartungen möglichst zu vermeiden.

Deshalb analysieren wir nicht nur die Energieverbräuche und CO2-Emissionen innerhalb unserer Organisation, sondern möglichst entlang der gesamten Lieferkette, einschließlich unserer Produkte. Alle deutschen Standorte verfügen über ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Auch im Jahr 2019 haben wir uns darauf konzentriert, unser dynamisches Wachstum in den verschiedenen Geschäftsbereichen von seinen möglichen Umweltauswirkungen zu entkoppeln. So haben wir unsere Energiebilanz in Schwerpunktbereichen durch zusätzliche Maßnahmen und aufbauend auf unserer Energieaspektanalyse optimiert und im Rahmen der Total Productive Maintenance einen stärkeren Fokus auf die Reduzierung von Emissionen gelegt.

CO2-Emissionen innerhalb unserer Organisation (Scope 1+2) dienen Symrise als eine wichtige Steuerungsgröße unseres betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements. Unsere Fortschritte im Bereich Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung stellen wir unter anderem durch die Teilnahme an der unabhängigen Investoreninitiative CDP jährlich unter Beweis.

Im Berichtszeitraum konnte Symrise ebenfalls erneut im CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) Rating überzeugen. Trotz erheblich gestiegener Anforderungen an die CDP Rating Teilnehmer gehörte Symrise auch in diesem Jahr erneut zur Spitzengruppe. Bereits zum vierten Mal konnte die höchste Auszeichnung „A“ in der Kategorie Klima erreicht werden. Bis August 2017 war Symrise das einzige Unternehmen der Branche, dessen Klimastrategie von der Initiative Science Based Targets anerkannt wurde.

Auch in der Kategorie Wasser konnte im Berichtsjahr erstmals die Bestwertung „A“ im Wasserschutz-Rating mit der sehr guten Bewertung „B“ und damit eine Position auf der begehrten A-Liste weit vor anderen namhaften Unternehmen erreicht werden. Darüber hinaus erzielte Symrise auch in der Kategorie Waldschutz mit „A-“ ein gutes Ergebnis. Seit 2016 belegt Symrise im CDP-Rating damit Spitzenpositionen bei den Themen Klimawandel, Schutz von Wasser und Wald und unterstreicht damit seine Pionierleistungen auf diesen Gebieten.

2017 begannen wir mit dem CDP Supply Chain-Programm. Unsere Lieferanten mit dem höchsten Risikostatus wurden gebeten, dem CDP Supply Chain-Programm zu folgen. Da das 2017-Programm als Pilot betrachtet wurde, forderten wir die Lieferanten im Jahr 2019 analog zum Vorjahr erneut sowie mit gesteigerter Datenqualität und Detailinformationen zur Teilnahme auf. Im Vergleich zum Jahr 2017 hat sich die Anzahl der Rückläufe in der Kategorie Klimawandel im Berichtsjahr dabei von 44 auf 64 gesteigert – die Rücklaufrate liegt damit bei 52 %. Die Anzahl der Lieferanten, die berichten, dass klimabezogene Fragen auf Vorstandsebene beaufsichtigt werden, hat sich im Jahr 2019 außerdem fast verdoppelt – auf 83 % gegenüber 43 % im Jahr 2017. Darüber hinaus haben 74 % unserer Lieferanten im Berichtsjahr angegeben, sich in Initiativen zur Emissionsreduzierung einzubringen – im Jahr 2018 waren es noch 57 % gewesen. Mit Blick auf unser Scienced Based Target von 80 % im Jahr 2020 bewegen wir uns hiermit bereits in die richtige Richtung. 45 % unserer Lieferanten gaben außerdem an, im Jahr 2019 ihre Emissionen (Scope 1+2) im Vergleich zur vorherigen Berichterstattung verringert zu haben – im Jahr 2018 waren es noch 33 % gewesen. Knapp die Hälfte unserer Lieferanten (48 %) nehmen darüber hinaus wiederum ihre eigenen Zulieferer im Hinblick auf klimabezogene Fragestellungen in die Pflicht und tragen ihr Engagement zum Thema damit weiter entlang ihrer jeweiligen Wertschöpfungsketten. Im Vergleich zu 2017 hat sich dieser Anteil damit fast verdreifacht.

Symrise war bis August 2017 das bislang einzige Unternehmen der Branche, dessen Klimastrategie von der Science Based Target Initiative anerkannt wurde. Ab 2030 wird Symrise klimapositiv an all seinen weltweiten Produktionsstandorten sein. Für sein ambitioniertes Klimaschutzprogramm, das Engagement bei der nachhaltigen Gestaltung der Lieferkette sowie den Einsatz für den Erhalt der Biodiversität wurde Symrise im Berichtsjahr mit dem ersten Platz des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgezeichnet. Im selben Jahr trat das Unternehmen außerdem der „Allianz für Entwicklung und Klima“ bei – einer Multi-Akteurs-Partnerschaft bestehend aus mehreren hundert Unternehmen, Verbänden, Behörden und Zivilgesellschaft zur Förderung der freiwilligen Kompensation von CO2 unter Federführung des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Seit Ende des Jahres 2019 ist Symrise außerdem Mitglied der RE100 Initiative und verpflichtet sich damit bis 2025 seinen kompletten Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Damit übernimmt Symrise in Deutschland eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und handelt konform mit den Beschlüssen der UN-Klimakonferenzen COP 21 in Paris, COP 22 in Marrakesch, COP 24 in Katowice und COP 25 in Madrid (siehe auch 201-2).