Partner
mit Geschmack

Im Projekt „Vanilla For Change“ arbeitet Symrise eng mit dem Kunden Unilever und verschiedenen Nicht­regierungs­organisationen zusammen. Von dem Engagement für nachhaltige Rohstoffe und Vanille-Bauern auf Madagaskar profitieren nun auch Jugendliche in England. Einblicke in ein Großprojekt, das seit 15 Jahren als Vorbild für einen partnerschaftlichen, sozialen und ökologischen Rohstoffeinkauf steht.

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Im Projekt „Vanilla For Change“ arbeitet Symrise eng mit dem Kunden Unilever und verschiedenen Nicht­regierungs­organisationen zusammen. Von dem Engagement für nachhaltige Rohstoffe und Vanille-Bauern auf Madagaskar profitieren nun auch Jugendliche in England. Einblicke in ein Großprojekt, das seit 15 Jahren als Vorbild für einen partnerschaftlichen, sozialen und ökologischen Rohstoffeinkauf steht.

Der 17. Mai 2019 war ein besonderer Tag für Symrise. In ganz England war auf den Werbemedien der Eiscreme-Marke Wall’s das rot-weiße Unternehmenslogo mit Drache und Kolibri zu sehen, direkt neben den Markenzeichen der Nichtregierungsorganisationen ME to WE und Save The Children – selten zuvor war Symrise als Zulieferer direkt für den Konsumenten sichtbar. Der Grund für die Premiere: Wall’s, ein Tochterunternehmen von Unilever, nutzt in verschiedenen Sorten nachhaltige Vanille-Extrakte aus Madagaskar, die unter dem Namen „Vanilla For Change“ verkauft werden. Das Projekt hat Symrise gemeinsam mit Unilever und den beiden NGOs ins Leben gerufen.

Ian Maskell (li.) von Unilever und Gérald Delettre von Symrise haben für das Projekt ­Vanilla For Change eng zusammengearbeitet.

„Das Projekt macht uns stolz, weil wir so unseren direkten Einfluss auf die Produktion eines sehr nachhaltigen Rohstoffs zeigen können. Außerdem können wir uns hervorragend im Umfeld dieser Marken positionieren, mit denen wir dieselben Werte teilen“, sagt Gérald Delettre, der bei Symrise den Kunden Unilever betreut und das Projekt gemeinsam mit Ian Maskell vorangetrieben hat. Dieser ist Vice President Global Brand Development bei Unilever und verantwortet den Bereich Eiscreme. Er teilt die Begeisterung: „Es ist auch für uns eine kleine Revolution, den Konsumenten einen unserer Zulieferer auf diese Weise vorzustellen. Aber ohne diesen fantastischen Partner könnten wir so eine Arbeit gar nicht leisten“, sagt Maskell, der ein riesiges und vielfältiges Geschäft führt.

Der Startschuss

Bis die Kampagne startete, vergingen einige Jahre. Die ersten Spuren von „Vanilla For Change“ finden sich im Jahr 2014, als sich die beiden Unternehmen entschlossen, unterstützt von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Lebensverhältnisse der Vanille-Bauern auf Madagaskar und ihrer Familien zu verbessern. Richtig los ging es ein Jahr später: Ian Maskell sah bei einem Besuch in der SAVA-Region, wie sich Symrise auf der Insel für die Dorfgemeinschaften engagiert. Der Aufenthalt wirkte wie ein Katalysator. „Wir waren sehr beeindruckt von der Arbeit, die Symrise dort leistet“, sagt Maskell. „Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich mit einer Firma zusammengearbeitet habe, die sich so für einen spezifischen Rohstoff und die Menschen dahinter engagiert hat.“

Wall’s entschloss sich, das Projekt zu unterstützen. „Die Menschen auf Madagaskar haben mit so vielen Problemen zu kämpfen – mit einem schlechten Bildungssystem, mit starker Armut als zwölfärmstes Land der Erde, mit Korruption und einer schlechten Gesundheitsversorgung. Das ist sehr berührend, wenn man aus einem westlichen Land kommt und unser Leben kennt.“ Gleichzeitig sei es offensichtlich gewesen, wie stolz die Menschen trotz aller Nöte auf ihr Produkt waren, wenn sie zum Beispiel die Plantagen zeigten, die oft weit weg von den Häusern liegen.

„Das Projekt macht uns stolz, weil wir so unseren direkten Einfluss auf die Produktion eines sehr nach­haltigen Rohstoffs zeigen können.“

Gérald Delettre,
Symrise

Vanille steht weltweit
immer unter den

Top 3

Geschmacksrichtungen

Jährlich wird rund um die Erde Eiscreme im Wert von

69 Mrd. €

verkauft

Von Vanilla For Change profitieren auf Madagaskar

40.000

Menschen in 76 Dörfern von Kranken­versicherungen, Finanzbildung und beruflichen Trainingsmöglichkeiten

Unilever ist der weltgrößte ­Hersteller von Eiscreme, mit einem Marktanteil von

19,1 % »Es ist auch für uns eine kleine Revolution, den Konsumenten einen un­serer Zulieferer auf diese Weise vorzustellen. Aber ohne diesen fantastischen Partner könnten wir so eine Arbeit gar nicht leisten.«

Ian Maskell, Vice President Global Brand Development bei Unilever

Vanille steht weltweit
immer unter den

Top 3

Geschmacksrichtungen

Jährlich wird rund um die Erde Eiscreme im Wert von

69 Mrd. €

verkauft

Von Vanilla For Change profitieren auf Madagaskar

40.000

Menschen in 76 Dörfern von Kranken­versicherungen, Finanzbildung und beruflichen Trainingsmöglichkeiten

Unilever ist der weltgrößte ­Hersteller von Eiscreme, mit einem Marktanteil von

19,1 % »Es ist auch für uns eine kleine Revolution, den Konsumenten einen un­serer Zulieferer auf diese Weise vorzustellen. Aber ohne diesen fantastischen Partner könnten wir so eine Arbeit gar nicht leisten.«

Ian Maskell, Vice President Global Brand Development bei Unilever

Einen besonders starken Eindruck haben auf den Unilever-Manager die Kinder gemacht. Die Bedingungen etwa in den Schulen, die unzureichenden Lehrmaterialien, die fehlenden Klassenräume: „Das alles hat uns gezeigt, wo wir auch ansetzen und großen Einfluss nehmen können“, erinnert sich Ian Maskell. „Wir haben dann damals die NGO Save The Children angesprochen, die bisher auf Madagaskar gar nicht tätig war.“ Gemeinsam entstand so ein Projekt, von dem mittlerweile 7.000 Farmer und ihre Familien profitieren – insgesamt sind das rund 40.000 Menschen. „Wir fördern ihre Widerstandskraft gegen viele Probleme, damit sie ein besseres Leben führen können“, beschreibt Gérald Delettre.

Das fängt bei der sozialen Sicherheit an, wie etwa der Finanzierung einer Krankenschwester, die die Bauern auch in den entlegensten Gegenden besuchen kann, und setzt sich fort über die Unterstützung eines kleinen Hospitals oder die Ausstattung der Schulen. Die Menschen bekommen zudem Reis gestellt – der Hauptbestandteil der täglichen Ernährung. So haben sie in den Phasen, wenn ihre Ernten noch nicht verkauft werden können, weiterhin genug zu essen. Darüber hinaus hat Symrise ein System aufgebaut, das die Farmer bei ihrer Arbeit unterstützt. Junge Leute können eine Landwirtschaftsakademie besuchen, Experten, die von Symrise finanziert werden, helfen, den Anbau und die Ernten zu verbessern.

Der Besuch auf Madagaskar zeigte Unilever-Manager Ian Maskell, wo die Unternehmen mit ihrem Enga­gement am besten ansetzen sollten.

Starke Partner

„Unsere Teams arbeiten sehr eng mit den Partnern zusammen, zum Beispiel auch dabei, die Bedingungen für Biozertifikate zu erfüllen“, sagt Delettre. Einer dieser Partner ist die Rainforest Alliance, für die Pilar Pedrinelli als Public Engagement Managerin arbeitet. Die engagierte junge Frau hatte eine interessante Rolle bei Vanilla For Change, das sie als Mitarbeiterin bei Unilever mit entwickelt hatte. Im Herbst 2019 war sie dann zur NGO gewechselt, was auch mit ihren Erfahrungen auf Madagaskar zu tun hatte. „Wir haben dort für Vanilla For Change Aktionen organisiert, zum Beispiel ein Fußballturnier zwischen verschiedenen Dörfern, bei dem die Spieler das Logo der Kampagne auf dem Rücken trugen“, erinnert sich Pilar Pedrinelli. „Das hat mich damals sehr berührt, weil ich merkte, was wir als Unternehmen für einen Einfluss haben können.“ Nachdem Vanilla For Change gestartet war, hatte sie sich überlegt, wie sie noch direkter an solchen Projekten mitarbeiten könnte. Der Wechsel zu einer Nichtregierungsorganisation passte als nächster Schritt genau dazu. „Ich kann hier Dinge einbringen, die ich in dem global engagierten Unternehmen Unilever gelernt habe – und auch weiter mit dem Konzern und anderen Partnern zusammenarbeiten.“

Pilar Pedrinelli von der Rainforest Alliance hat Vanilla For Change mitentwickelt, als sie noch bei Unilever arbeitete. Für Gérald Delettre von Symrise hilft das nachhaltige Projekt allen Beteiligten immens.

Pilar Pedrinelli von der Rainforest Alliance hat Vanilla For Change mitentwickelt, als sie noch bei Unilever arbeitete. Für Gérald Delettre von Symrise hilft das nachhaltige Projekt allen Beteiligten immens.

Egal, auf welcher Seite man steht: Partnerschaften sind für sie der Schlüssel zum Erfolg. „Nur wer kooperiert, kann erfolgreich sein“, sagt die Managerin, die auf das Nachhaltigkeitsziel 17 der Vereinten Nationen verweist, nach dem globale partnerschaftliche Zusammenarbeit zu einer nachhaltigen Entwicklung führen soll. „Unsere Arbeit würde ohne Unternehmen wie Symrise gar nicht funktionieren. Wir brauchen den Einfluss, ihre Unterstützung der Communities“, sagt Pilar Pedrinelli. Bei der Rainforest Alliance wird die Managerin sich nun zunächst auf andere Bereiche fokussieren, um die Arbeit der NGO weiter in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Vanille hat sie aber dennoch weiterhin im Blick. „Ein Teil des Engagements von Symrise ist zum Beispiel, die Bauern dabei zu unterstützen, ihre Landwirtschaft mit neuen Produkten zu diversifizieren, so ihr Einkommen zu sichern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Das ist ein sehr guter Ansatz“, sagt sie. Denkbar sei es etwa, diese Rohstoffe ebenfalls zu zertifizieren oder bei den Projekten von Anfang an dabei zu sein.

Von Madagaskar in die Welt

Für Pilar Pedrinelli ist die Arbeit, die auf Madagaskar geleistet wird, ein riesiger Schritt, um den Menschen dabei zu helfen, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. „Wir haben uns damals aber auch überlegt, wie wir Vanilla For Change auf der ganzen Welt sichtbar machen können und wie wir andere Menschen dazu bringen, das Engagement so zu sehen, wie wir es wahrnehmen“, erinnert sie sich. Ein geeigneter Partner dafür war die Nichtregierungsorganisation ME to WE aus Kanada, die auch in England tätig ist. Sie motiviert junge Menschen, sich für ihre Communities zu engagieren, insgesamt sind schon 100.000 Jugendliche dabei. „ME to WE war genau der richtige Partner, um unsere Geschichte zu kommunizieren. Wir konnten gemeinsam eine einfache Botschaft transportieren“, sagt Ian Maskell von Unilever: „Mit unserem Engagement schieben wir einen Wandel an, von dem junge Menschen auf Madagaskar und in Großbritannien profitieren.“

Der Unilever Manager blickt auch in anderer Hinsicht in die Zukunft. „Wir überlegen, wie wir Vanilla For Change auch auf andere Eismarken ausweiten können“, sagt Ian Maskell. Aber damit nicht genug: „Das Projekt war eine Art Wendepunkt für uns, wie wir mit Zulieferern zusammenarbeiten wollen und können. Wir werden auch den Einkauf weiterer Rohstoffe auf diese Weise nachhaltiger gestalten – und dafür haben wir von Vanilla For Change sehr viel gelernt.“

»Unsere Teams arbeiten sehr eng mit den Partnern zusammen, zum Beispiel auch dabei, die Bedingungen für Biozertifikate zu erfüllen.«

Gérald Delettre,
Symrise

»Unsere Arbeit würde ohne Unternehmen wie Symrise gar nicht funktionieren. Wir brauchen den Einfluss, ihre Unterstützung der Communities.«

Pilar Pedrinelli
Public Engagement Managerin, Rainforest Alliance

»Unsere Arbeit würde ohne Unternehmen wie Symrise gar nicht funktionieren. Wir brauchen den Einfluss, ihre Unterstützung der Communities.«

Pilar Pedrinelli
Public Engagement Managerin, Rainforest Alliance